Serienunikat

06 Mai 2016

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Sie hat die Nase voll.  Von verstaubten Ansichten und den Erwartungen, dass ihre Zukunft eine ausgeblichene Version des Lebens ihrer Eltern sein soll - nur mit Facebook-Profil und  Twitter-Updates auf den neusten Stand gebracht. Also flüchtet die 21-jährige Ann-Sophie Hals über Kopf nach Berlin, 644 Kilometer weit von den Eltern entfernt und um 3,5 Millionen Einwohner grösser als ihr Heimatkaff. Dort hofft sie herauszufinden, was sie vom Leben will. Doch wie macht man das in einer Welt der unendlichen Möglichkeiten?



Chantal-Fleur Sandjons Buch überzeugt mit einer Thematik, die aus dem Jetzt und dem Leben jeglicher jungen Person, die sich mehr als grundlegende Gedanken über das Sein und die Zukunft, sowie auch die Vergangenheit stellt. Ich kann mir wenige Menschen vorstellen, die sich nicht irgendwie in diesem Roman finden. Und so umhüllt dieses Buch einen als Leserin mit einer Intimität, die in einem Buch selten so vertraut gewirkt hat wie hier. Der Sprachgebrauch ist sorgfältig und passt sich doch der Umgangssprache in Kreuzberg, wo die Geschichte auch spielt, an.

Mir gefällt, wie wenig ausgelassen wird und das genau Bild Berlins. Die Stadt wird sogar im  Roman immer wieder kritisiert und, ganz ehrlich, sie polarisiert sowieso. So haben wir verschiedenste Meinungen und persönliche Beziehungen zu meiner Herzensstadt, und doch liest sich  das Buch stellenweise wie eine Liebesgeschichte oder Hommage an Berlin, an Kreuzberg. Die verlorenen Geister und jungen Revoluzzer, die Luft, von politischen Aussagen durchsetzt, die Nächte mit Raves ohne Ende, die Strassen mit wahrem Multikulti. Nichts wird ausgelassen und man meint, seit Geburt in Berlin zu leben und doch ruft das Buch zumindest in mir das Bedürfnis auf, Berlin zum sechsten Mal einen Besuch abzustatten.

Wenn Ann-Sophie ihren Mund aufmacht, kommt hin und wieder etwas unverhofft Poetisches heraus. Ich kann mir vorstellen, wie sich auch hier die Geister scheiden und einige Leserinnen, welche kramphaft an ihren selbstgeschriebenen Listen, was in Büchern ein schlechtes Zeichen ist,  festhalten, werden zumindest die Dialoge unrealistisch finden. Ich denke mir da - und wenn schon. Man muss sich wirklich auf das Buch und die Geschichte einlassen können (und am besten Lesepausen streichen). Die Autorin schafft nämlich mit so viel anderen Ideen Authentizität vom feinsten und lässt uns an ganz anderen Dingen teilhaben.


Ich will Raum zum Atmen und Flügel-wachsen-Lassen und Anders-sein und Liebemachen und Michfinden.
Und ich will den Horizont küssen und in blauem Licht baden und zu der Musik in meinem Bauch tanzen
und lächerlich  sein, ohne dass andere lachen.
Ich will Sachen  ausprobieren und Klamotten und Menschen und Essen und politische Meinungen. 
S E I T E   5 2

Das Buch hat mich immer wieder überrascht, und zwar in jedem Punkt positiv. Ich habe es schon lange zu Hause stehen und so gut ich mich erinnern mag, hab ich es auch bereits mal angelesen, war damals aber noch zu jung dafür und habe weniges verstanden. Das hat sich mit der Zeit verändert und ich bin froh, das Buch nicht abgestempelt, sondern einfach aufgeschoben zu haben. Es steckt wahnsinnig  viel Wahrheit zwischen den Zeilen. 

Und viel Chantal-Fleur Sandjon. Genau so stelle ich mir es vor, Schriftstellerin zu sein - dabei gibt es auch das Gegenteil, was ich durchaus attraktiv und für eine hohe Kunst befinde - seine Überzeugungen in warme Worte zu stecken und lauter tolles Zeugs, banal gesagt, drumherumzupacken. Keine Angst, das Buch ist nicht so banal. Es ist wundervoll und nur zu empfehlen. Aber es hat einige Dinge auf den Punkt gebracht. 

Für die Menschen, die am Kanal, an unserer kleinen Gruppe Neo-Punks und Schein-Hipstern
vorbeigingen, sah es bestimmt nach einem netten Saufgelage in der Abendsonne aus.
Doch hätte nur einer von ihnen genauer hingesehen, hätte er die Schatten erblickt, die uns umgaben.
Schatten von Eltern, Orten und Erwartungen. Schatten der Vergangenheit und Zukunft.
Manche hier versteckten eingeritzte Oberschenkel und ihren zerrissenen Jeanshosen,
andere Alpträume zwischen ihren Tattoos. Viele sassen auf einem Scherbenhaufen aus Hoffnungen,
die ihnen in Schulen, Unis und Familien kaputt geschlagen worden waren.
S E I T E   2 6 7

Chantal-Fleur Sandjon hat tolle Themen in ein noch viel besseres Buch gepackt und das ganze mit einem grossartigen Schreibstil garniert. Mir gefiel dieser Roman, der voller Berlin, Erwachsenwerden steckt, ausgesprochen gut. Ich erlebte mir Ann-Sophie Ekstase und Wochen voller Übertreibens und auch das Gegenteil - Enthaltung, zum Beispiel im ökonomischen und politischen Sinne, Kapitalismus wird im Buch nach und nach deutlicher durchgestrichen.

Dieser Roman steckt voller... fantastischer Balance von Worten und Ideen, einer Umsetzung, die viele andere blass erscheinen lässt und viel, viel Grossstadtpoesie.


Script5 / 320 Seiten / Broschiert / Original Deutsch / 14.95 Euro [D]

ferienlektüre zwei

02 Mai 2016

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Hallo und herzlich Willkommen zurück!
Jedoch verschwinde ich gleich wieder. Nach Paris. Und dann geht's auf Antwerpen. Und nein, bitte keine Nachfragen weshalb der Zug von Zürich aus zuerst nach Paris und dann auf Antwerpen fährt, ich hab nämlich  schlichtweg keine Ahnung und nerve mich damit auch selbst schon eine Weile. Zumindest bedeutet dies eine lange Zugfahrt und somit ganz viel Lesezeit, was dementsprechend viel Bücher fordert und viel, viel schweres Gepäck. Ich freue mich auf den Muskelkater!

Jedenfalls habe ich mir wieder einige Bücher rausgesucht und möchte euch die nun vorstellen. In Paris haben wir übrigens genügend Zeit, um beispielsweise meinem liebsten Buchladen der Welt, Shakespeare and Company einen Besuch abzustatten, was einhergeht mit 'ganz-viele-Bücher-kaufen'. Diese lasse ich aber nun mal aussenvor und zeige euch, was ansonsten so ansteht. Ein paar der Bücher, die ich mir für Gran Canaria und Sonne vorgenommen habe und die es gar nicht erst bis dorthin schafften, dürfen jetzt aber mit nach Antwerpen, denn dieses Mal ist diese Liste komplett.


Die Ungehörigkeit des Glücks von Jenny Downham 
Die Begegnung der drei lässt alte Wunden aufbrechen und Lebenslügen zerbrechen.
Als die 17-jährige Katie ihrer Grossmutter Mary zum ersten Mal begegnet, hat diese schon deutliche Anzeichen von Alzheimer. Katie erkennt das Liebenswerte und Faszinierende an der alten Dame, und vor allem beginnt sie, deren Erinnerungen aufzuschreiben. Sie spürt dabei Familiengeheimnisse auf, die nicht nur ihre Mutter Caroline in ein völlig neues Licht rücken.
...schaffte es letztes Mal nicht, soll aber nun mit. Ich muss mich einfach durch diese blöden ersten Seiten quälen, die mich einfach nicht neugierig machen. Aber danach soll man dafür belohnt werden und deswegen nehme ich das Buch dieses Mal mit.

The Perfectionists von Sara Shepard
In Beacon Heights, Washington, five high school senior know that you don't have to be good to be perfect. Mackenzie, Ava, Caitlin, Julie, and Parker are all driven to be perfect - no matter the cost. At first these five girls think they have nothing in common, until they discover they all hate the same person: rich, entitled Nolan, who's done terrible things to each of them. They come up with the perfect plan to murder Nolan - a hypothetical murder, of course. It's all wishful thinking... until they wake up one morning ro find that their wish came true. Nolan was killed - in exactly the way they planned. The thing ist, they didn't do it. So who did? Suddenly the girls are the prime suuspects in the murder. And they need to find the real killer before their perfect lives are ended - for good.
Auch bei diesem Buch ist es ähnlich und ich nehme es mir nun zum zweiten Mal vor. Einerseits weil ich wieder was englisches lesen, dann aber auch, weil ich etwas kurzweiliges und nicht unbedingt tiefsinniges zwischendurch mal brauchhe.

Johnny und Jean von Teresa Präauer
Mach gute Kunst! Nichts Geringeres haben Johnny und Jean im Sinn, als sie sich nach dem Sommer in der Kunsthochschule wieder begegnen. Ein Sprung ins kalte Wasser steht am Beginn dieser Geschichte, und hundert Schritte sind noch zu tun für eine Weltkarriere in New York und Paris. Was dabei hilft: die Einflüsterungen der Alten Meister, gut gespitzte Buntstifte und eine Flasche Pastis. Und manchmal hilft das alles überhaupt nicht.
Was, wenn man beim Anblick von Blumen an Geschlechtsteile denkt? Was, wenn einem beim Baden die Polizei verhaften will? Was, wenn die Pin-Up-Girls den Magazinen davonlaufen? Wenn Europa in Flammen steht? Wenn einen der Wärter aus dem Museum wirft? Wenn der eigene Vater ein riesiger Zwerg ist? Wenn man Frauen mit französischen Vornamen liebt? Wenn man sich einen Goldzahn im Munde wünscht? Wenn die Kunst zu viele Katzen hat? Wenn der Teufel selbst unter Burn-Out leidet? Wenn man ohne Geld nach Zürich will? Wenn man Björk heiraten möchte?
Ich hab mir dieses Buch vor einiger Zeit gekauft und wollte es da auch gleich lesen, setzte diesen Vorsatz aber leider nicht sofort in die Tat um. Deswegen freue ich mich nun umso mehr auf das Buch und bin gespannt, ob es so gut ist, wie es klingt.


Blauer Hibiskus von Chimamanda Ngozi Adichie
Das Haus von Kambilis Familie liegt inmitten von Hibiskus, Tempelbäumen und hohen  Mauern, die Welt dahinter ist das von politischen Unruhen geprägte Nigeria. Mit sanfter, eindringlicher Stimme erzählt die 15jährige Kambili von dem Jahr, in dem ihr Land im Terror versank, ihre Familie auseinanderfiel und ihre Kindheit zuende ging. Der erste vielgelobte Roman Adichies, verzweifelt schön und ganz gegenwartsnah.
Schon viel habe ich mich mit dieser grossartigen Autorin beschäftigt, noch wenig von ihr gelesen, sogar noch keinen einzigen Roman. Dass dies schleunigst geändert werden soll, ist klar. Ich beginne mit ihrem Debut und freue mich wahnsinnig darauf. Kambili ist gleich alt wie ich und ich bin gespannt, wie die Autorin für Erwachsene aus dieser Sicht schreibt. Danach habe ich auch noch das vielgelobte 'Americanah' von ihr hier.

Just Kids von Patti Smith
1967: Es war der Summer of Love, voller Unruhen und Aufstände, als sich in New York zwei 'Kids' trafen, die alles auf eine Karte setzten - Patti Smith und Robert Mapplethorpe: Sie wollten Künstler werden. Ihre leidenschaftlicher Drang dazu war der einzige Garant für das Gelingen, und in welchem Fach, mit welchem Material noch lange nicht entschieden. Aber sie schworen, aufeinander aufzupassen: Ein Eid, sich unbeirrt dem Weg der Kunst zu verschreiben, war Hingabe und Initiation zugleich. Die ekstatisch leuchtende und düster tragische Liebesgeschichte zwischen der Sängerin und dem Fotografen ist eine der grössten Künstlerbiographien unserer Zeit. Patti Smith hat ihr Leben selbst beschrieben. Poetisch und detailgenau entsteht vor dem Leser ein Liebesbrief an die Kunst und das Leben. 
Patti Smith ist solch eine Ikone und inspirierende Frau. Und dieses Werk soll einzigartig sein und die Welt verändert, geformt haben. Es geht um Kunst und Liebe und ganz ehrlich - was will man mehr? Seit langer Zeit möchte ich das Buch aufbewahren für den richtigen Moment, irgendwie. Ich finde dafür einfach keine Worte, dabei habe ich es noch nicht einmal gelesen. Kennt ihr das auch mit Büchern? 

neue bücher - april

01 Mai 2016

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Hallo!
Heute zeige ich euch natürlich meine neuen Bücher im April. Ich habe die Hälfte davon sogar schon gelesen und freue mich sehr auf die restlichen Bücher.


Das letzte Polaroid von Nina Sahm

Als sich Anna und Kinga im Urlaub am Balaton begegnen, beginnt eine Freundschaft, die beider Leben für immer verändern wird. Vom ersten Moment an teilen sie alles miteinander, ihre Kleidung, ihr Parfüm, ihre Süssigkeiten und ihr erstes Mal. Auch wenn sie sich danach jahrelang nicht sehen, erzählen sie einander alles: Von Kingas sexuellen Vorlieben bis zur Trennung von Annas Eltern
Als Anna erfahren muss, dass Kinga nach einem Unfall im Koma liegt, reist sie nach Budapest, eine Stadt im Aufruhr gegen die Orbân-Regierung. Doch statt an Kingas Krankenbett zu sitzen, beginnt Anna immer tiefer in Kingas altes Leben einzutauchen. Immer wieder muss sie dabei an die Tage am Balaton denken. War es wirklich so eine unbeschwerte Zeit gewesen, oder hatte sie die Ereignisse bis zuletzt nie richtig verstanden? Konnte sie überhaupt für Kinga da sein?

Hier faszinierte mich, dass ich irgendwie schon aus den ersten Zeilen rauslas, dass Kinga die Stärkere und 'Mächtigere' in ihrer Beziehung war, und genau dies finde ich spannend, dieses einseitige und ungleiche Verhältnis. Hier reizt mich der etwas  andere Standort, die Geschichte einer Freundschaft und eine Autorin, von der ich noch nie gehört habe. 

Blumenbar / 240 Seiten / Gebunden / 17.99 Euro [D] / Original Deutsch
U N G E L E S E N

Weggefährtinnen im Gespräch von Alice Schwarzer und Simone de Beauvoir

Zum ersten Mal begegnet Alice Schwarzer in Paris Simone de Beauvoir im Jahre 1971. Aus der politischen Zusammenarbeit wird eine persönliche Freundschaft. In den Jahren 1972 bis 1982 führt Schwarzer fünf Interviews mit der bedeutendsten feministischen Theoretikerin des 20. Jahrhunderts. Diese Gespräche mit der Schrifstellerin und Philosophin gelten nicht nur als die persönlichsten, die je mit ihr geführt wurden, sondern erregten auch  weltweit Aufsehen als Dokument einer politischen Wende. Die Weggefährtinnen sprechen über Politik, die Frauenbewegung und die Linke, über Liebe, Sexualität und Männer, über Leidenschaft und Alter.

Simone de Beauvoir fesselt mich. So einfach ist das. Ich habe einen Vortrag über sie gehalten und weiss doch so wenig über sie. Im Brockenhaus musste ich dieses Buch mitnehmen, welches dieses Zusammentreffen aufgenommen hat und in meiner liebsten, der geschriebenen, Form wiedergibt. Die fünf Interviews, welche innerhalb von 10 Jahren stattfanden und Persönliches ebenso wie Weltliches, was ja auch sehr persönlich sein kann, besprachen, interessieren mich wahnsinnig.

KiWi / 125 Seiten / Kartoniert / 7.95 Euro [D] 
U N G E L E S E N

Zwischen mir und der Welt von Ta-Nehisi Coates

Wenn in US-Städten schwarze Teenager von Polizisten ermordet werden, ist das nur ein Problem von individueller Verfehlung? Nein, denn rassistische Gewalt ist fest eingewoben in die amerikanische Identität - sie ist das, worauf das Land gebaut ist. In seinem schmerzhaften, leidenschaftlichen Manifest stellt Ta-Nehisi Coates die fundamentalen Fragen einer gespaltenen Gesellschaft. Es sind Fragen, die auch für uns in Europa drängend sind, denn Rassismus ist keine exklusiv amerikanische Angelegenheit.

Auch Ta-Nehisi Coates, und ja, ich sage es wieder, fasziniert mich. Er schreibt einen Brief an seinen Sohn und dieser ergibt ein ganzes Buch, ein Buch, welches hochgelobt ist, welches Pflichtlektüre und Klassiker zugleich ist, welches alle lesen sollten, wenn man auf die Stimmen hört. Und abgesehen davon, dass es so wahnsinnig gut sein soll, geschrieben mit wahrhaftigem Herzblut, interessiert mich auch das Thema Polizeigewalt, gerade, wenn sie rassistisch ist. Wie der Klappentext passend fortgeführt wird, geht dieses Thema nicht nur die USA an, wo sich  das häuft und die Medien aufschrecken. Ich selbst wurde sogar schon vermehrt in unserem kleinen, sicheren Land, der Schweiz, damit konfrontiert, von einfacher Polizeigewalt sowieso. Kann das denn sein? Gerade jetzt, wo nicht nur ein Fall um den andern ans Licht, sondern auch die Olympiade in Brasilien näher rückt, empfinde ich es als essentiell, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Hanser Berlin / 235 Seiten / Gebunden / 19.90 Euro [D] / Original Englisch 'Between The World And Me'
U N G E L E S E N



Herzflattern mit Karamell von Erin Gough

Als Delilahs Vater auf Weltreise geht, muss die Siebzehnjährige plötzlich alleine sein Café in Sydney leiten, das 'Flywheel'. In die Schule will sie sowieso nicht mehr. Ausserdem hat sie vom Café aus den perfekten Blick auf Rosa, die tanzende Kellerin im Restaurant gegenüber. Für Delilah und ihren besten Freund Charlie wird das Café zu ihrer eigenen kleinen Welt. Doch dann scheint sich alles und jeder gegen sie zu verschwören, und sie müssen sich der entscheidenden Frage stellen: Wie viel Spezial-Karamell-Milchshake braucht man wirklich, um ein ruiniertes Leben zu retten.

Nach einem Kinderbuch sieht dieses Exemplar schon ein wenig aus. Aber tatsächlich lag ich richtig in meiner Vermutung, dass mehr dahinter steckt, als mich der erste Anblick vermuten liess. Gelesen habe ich das Buch gemeinsam mit Anaïs für unsere Reihe livresque amitié, die uns beiden wahnsinnig viel Spass bereitet. 

Fischer KJB / 350 Seiten / Gebunden / 15.99 Euro [D] / Original Englisch 'The Flywheel', Deutsch von Yvonne Hergane
G E L E S E N

We all looked up von Tommy Wallach

Was wäre, wenn ein riesiger Asteroid durchs All Richtung Erde trudeln würde und man eventuell nur noch zehn Wochen Zeit hätte, um all seine Wünsche und Hoffnungen in die Tat umzusetzen?
Peter, Eliza, Anita und Andy müssen sich kurz vor dem Schulabschluss genau dieser Frage stellen. Ihnen bleiben zehn Wochen, um all ihre Hoffnungen und ihre Herzen in die Waagschale zu werfen, denn vielleicht, vielleicht, ist es die einzige Zukunft, die sie haben.

'We all looked up' hat mich schon auf Englisch interessiert - naja, vor allem das Cover. Zu kaufen gab es das Buch aber nur in einer anderen Aufmachung bei uns. Darum habe ich mir das Deutsche gekauft und bin sehr froh, dass das Cover beibehalten wurde und die Typographie so toll gesetzt ist. Auch die Innengestaltung sieht sehr toll aus und ich  freue mich sehr auf das Lesen - wieder gemeinsam mit Anaïs in meinen Ferien auf Gran Canaria, ich freue mich sehr!

CBJ / 450 Seiten / Broschiert / 12.99 Euro [D] / Original Englisch 'We All Looked Up', Deutsch von Henriette Zeltner
G E L E S E N

Der Geruch von Häusern anderer Leute von Bonnie-Sue Hitchcock

Alyce weisst nicht, wie sie Fischen und Tanzen in Einklang bringen soll. Ruth hat ein Geheimnis, das sie nicht mehr lange verbergen kann. Dora will ihren Vater nie wiedersehen und wird von Dumplings Familie aufgenommen. Hank und seine Brüder hauen von zu Hause ab, doch einer von ihnen gerät dabei in grosse Gefahr. Und trifft auf Alyce...
Hier, unweit des nördlichen Polarkreises, wo der Alltag manchmal unerbittlich ist, kreuzen sich ihre Lebenswege immer wieder. Sie kommen einander näher, versuchen einander zu retten, und wenn man es am wenigstens erwartet, gelingt es. Und viele Geschichten werden zu einer Geschichte.

Die Königskinderbücher sind immer wieder ein Highlight für mich. Leider sprachen mich auf den ersten Blick aber erstaunlich wenige Bücher aus dem aktuellen Programm an. Das für mich am speziellsten klingende und am besten besprochene Buch ist Der Geruch von Häusern anderer Leute. Ich freue mich sehr auf diese Lektüre und ob mich das Buch überzeugen kann. Die Aufmachung ist, vom Cover, welches mir nicht so ganz zuspricht, mal wieder wunderschön. Das Buch ohne Schutzumschlag und die ersten Seiten sind von Details und liebevoller Hingabe gezeichnet. Ich  freue mich sehr auf den Inhalt, gerade, weil es auch nach einem für mich etwas ungewöhnlicheren Spielort klingt. 

Königskinder / 320 Seiten / Gebunden / 17.99 Euro [D] / Original Englisch 'The Smell Of Other People's Houses', Deutsch von Sonja Finck
U N G E L E S E N

6 NEUE BÜCHER
3 GELESEN
3 UNGELESEN


Welche Bücher fanden im April denn zu euch? Und findet ihr sechs neue Bücher auch  eine solche humane Zahl und tolle Leistung wie ich? Ich wünsche euch einen tollen 1.Mai! M A R A

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